SEAT Leon Supercopa 2005

Sebastian Stahl trotz Handicap in den Top Ten

Hockenheim - Marcus Steinel heißt der erste Sieger des SEAT Leon Supercopa 2005. Der junge Nachwuchspilot aus Ammerbuch fuhr ein starkes Rennen und ließ sich auch so routinierten Verfolgern wie Thomas Mühlenz (Bergisch-Gladbach) und Thomas Marschall (Eggenstein) nicht aus der Ruhe bringen. Die kurzfristig verlorene Führung eroberte Steinel nur wenige Kurven später wieder zurück und ließ bis zum Fallen der Zielflagge seinen Gegnern keine Chance mehr. Mit seinem Sieg übernimmt Marcus Steinel gleichzeitig auch die Führung in der SEAT-Juniorwertung. Der Wechsel des Supercopa von der BERU Top 10 ins DTM-Paket bescherte den Teilnehmern auch am Samstag bereits gut besetzte Tribünen. Mehr als 10.000 Zuschauer sahen sich im Anschluss an das DTM-Qualifying auch das Rennen des SEAT Leon Supercopa an.

Sebastian Stahl, der amtierende Supercopa-Champion, schaffte es erst wenige Tage vor dem Saisonauftakt, noch ein freies Cockpit für den Supercopa zu finden. Seine Hoffnung, als SEAT-Werkspilot in die Tourenwagen-Weltmeisterschaft aufzusteigen, platzte leider, denn die Spanier entschieden sich trotz des besten Testergebnisses des Rheinländers für dessen Konkurrenten und Zweitplatzierten des letztjährigen Supercopa, den Kemptener Abt-Schützling Peter Terting. "Natürlich hatte ich mir für dieses Jahr etwas anderes vorgenommen, als noch einmal hier zu fahren. Aber mit dem Team von Jörg van Ommen habe ich eine Spitzenmannschaft gefunden, von der ich weiß, dass sie mir zu jedem Rennen ein perfekt vorbereitetes Auto hinstellen werden. Leider ist mein SEAT Leon noch nagelneu und erst an diesem Wochenende zum ersten Mal bewegt worden. Bis das Auto richtig eingefahren ist, fehlt mir noch dramatisch Topspeed, das macht sich vor allem auf den langen Geraden von Hockenheim bemerkbar. Da verliere ich ganze 10 km/h, das ist so viel, dass ich noch nicht mal im direkten Windschatten mithalten kann!"

Mit seiner ganzen Routine schaffte es "Schumi 3" - seine Mutter ist die Lebensgefährtin des Vaters von Ralf und Michael Schumacher - zumindest im Motodrom den Anschluss an die Vorausfahrenden zu halten. Rundenlang lag er an der neunten Position, fiel dann aber jeweils im Bereich der langen Parabolica bis an die 11. Stelle zurück. Stahl gab aber nicht auf und schaffte es, sich bis Rennende wieder an die neunte Position zurückzukämpfen. Sein Teamkollege bei Jörg van Ommen Autosport, Manuel Lauck, zeigte ebenfalls ein starkes Rennen, dass den von Ellen Lohr geförderten Junior bis an die 12. Stelle nach vorne brachte. Dann aber wurde er in der Sachs-Kurve von einem Konkurrenten, der sich verbremst hatte, ins Kiesbett befördert. Immerhin wurde er aber noch als 15. gewertet. Marcel Lasée dagegen, der auch in 2005 wieder von dem Siegburger Team AEZ Racing unterstützt wird, erwischte es noch schlimmer. Der Düsseldorfer musste bereits nach drei Runden unfreiwillig seinen SEAT Leon am Streckenrand parken und ging diesmal leer aus.