SEAT Leon Supercopa 2005

Marcel Lasée weiter vorne, Totalschaden für Sebastian Stahl

Nürnberg - Das AEZ Racing Team, die Rennsportabteilung des Siegburger Felgenherstellers ALCAR Deutschland, fährt im SEAT Leon Supercopa auch zu Beginn der zweiten Saisonhälfte in der Spitzengruppe mit. Marcel Lasée, der den schwarzen DOTZ-Leon Cupra pilotiert, musste zwar im ersten Rennen des Wochenendes auf dem Nürnberger Norisring einen technisch bedingten Ausfall hinnehmen, konnte aber im zweiten Lauf am Sonntag weitere wichtige Punkte in der Cupwertung hereinfahren.

Genau 58,687 Sek. benötigte Marcel Lasée für die 2,3 km des Norisrings und qualifizierte sich damit für die vierte Startreihe. Doch leider konnte der gebürtige Düsseldorfer diese Position nicht in ein zählbares Ergebnis umwandeln. In Runde zwei wurde das Feld zunächst von einem Unfall in der Grundigkehre gebremst, den Lasée jedoch geschickt umfahren konnte. Im weiteren Verlauf des Rennens kam der AEZ-Pilot Platz um Platz nach vorne und lag fünf Runden vor Schluss als Dritter bereits auf einem Podiumsrang, als eine abgerissene Antriebswelle seinem Vorwärtsdrang ein unerwartetes Ende bereitete.

Bis zum zweiten Rennen am Sonntag Mittag hatte das Team Zeit genug, den spanischen Tourenwagen wieder optimal vorzubereiten und so konnte Lasée von Platz 17 aus zügig nach vorne fahren. Gleich beim Start machte er drei Positionen gut und lag an der 14. Position, als wegen einer Kollision in der Schikane das Rennen für acht Runden neutralisiert wurde. Gleich nach dem Restart griff 23-jährige Groß- und Außenhandels-Kaufmann beherzt die vor ihm fahrenden Konkurrenten an und konnte sich bis zum Fallen der Zielflagge noch bis an die sechste Position nach vorne schieben. Nach 10 von 16 Rennen ist der AEZ Racing-Pilot mit 75 Punkten hervorragender Dritter in der Cupwertung hinter Thomas Marschall (Eggenstein) und Florian Gruber (Aham), die mit 101 Zählern punktgleich die Tabelle anführen.

Einen Totalausfall musste im „fränkischen Monaco“ Sebastian Stahl hinnehmen. Der Neunkirchener lag im Samstagsrennen mit seinem silbernen Airnergy-Leon Cupra an aussichtsreicher Position in der Spitzengruppe des Feldes, als er in der dritten Runde in der Grundig-Kehre unschuldig in einen schweren Unfall verwickelt wurde. „Ich hatte kurz vorher noch in den Rückspiegel gesehen und da waren mindestens 50 Meter Abstand. Deshalb habe ich mich beim Anbremsen und Einlenken in die Grundigkehre nur noch nach vorne konzentriert. Der Einschlag in meine Fahrertür kam völlig unerwartet und war brutal hart.“ Bei der Kollision mit dem gelben SEAT Leon von Marko Hartung, der aufgrund eines Bremsendefektes in das Auto des amtierenden Champions hineingerast war, gab es an dessen Rennwagen nicht nur Blechschäden, sondern auch die Sicherheitszelle wurde auf der Fahrerseite so stark verbogen, dass Stahl beim zweiten Lauf des Supercopa am Sonntag zuschauen musste.

Der zweite Pilot im Team JvO Autosport, der Ungar Barna Paar, wurde im Samstagsrennen Elfter. Am Sonntag jedoch wurde auch er bereits in der ersten Runde ohne eigenes Verschulden in eine Kollision verwickelt und musste aufgeben. Beim nächsten Rennen des SEAT Leon Supercopa haben die Piloten aus dem Rhein-Sieg-Kreis ein Heimspiel, denn in drei Wochen, vom 5.-7. August 2005, tritt der spanische Markenpokal zusammen mit den Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) auf dem Nürburgring an. Die Rennen auf der etwa 3,6 km langen Kurzanbindung des Grand Prix-Kurses in der Eifel sind bereits seit Wochen so gut wie ausverkauft.

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